Montag, 25. Februar 2013

Ein Auszug aus Südtirols spannender Sagenwelt...


Foto: Shutterstock
„Teufelsbeschwörung“

Es ergab sich einst, dass zwei Bauernburschen sich mit einem Studenten zur Teufelsbeschwörung verabredeten, sie wollten den Teufel um Geld beschwören. Der Student sagte den Burschen sie sollten in einer bestimmten Nacht auf der Moslerlahn erscheinen und einige Dinge wie ein frisch gelegtes Ei oder eine ungewaschene Butter mitbringen. 

Als es dann soweit war begann der Student allerlei eigenartige Sprüche und Zeichen zu machen, plötzlich grollte und spukte es wie bei einem Wetter, nur leiser. Von überall her kamen auf einmal Enten und Gänse und pickten den Burschen an die Beine um die Beschwörer zu vertreiben. Eine Kutsche rollte voller Schwung auf sie zu und es erschien jeweils ein Elternteil der Burschen, sogar ein schon verstorbener Vater. 

Sie rieten ihnen nach Hause zu gehen, ansonsten käme ein schlimmes Unglück auf sie zu. Die Burschen aber standen still und sagten nichts, wie es ihnen der Student befohlen hatte. Auf einmal krachte es fürchterlich und es schien als käme die Berglahn auf sie herab. Jetzt erst rannten die Burschen auseinander und machten sich aus dem Staub. Am nächsten Tag sagte der Student, wenn sie geblieben wären hätte ihnen der Teufel Geld gegeben. Aber die Burschen ließen es für immer beim ersten Mal bewenden, dem Teufel ihr Glück zu verdanken.

Dies ist nur eine der vielen, spannende Sagen Südtirols, freut euch auf Kultur und Geschichte in diesem mediterran gefärbten Alpenland!

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